Monatsrückblick Februar 2022 und die Frage was ist wirklich wichtig im Leben

Wo ist die Zeit geblieben? Schon wieder ein Monat vergangen und beim ersten Nachdenken dachte ich zunächst diesen Monat ist – zumindest bei mir persönlich – nicht viel passiert. Kurzer Monat, eine Woche Urlaub und der Schock über den Krieg in Europa. Aber beim genaueren Nachdenken sind mir doch noch einige Dinge eingefallen und ich stelle zum zweiten Mal fest, dass sich das Blogformat wunderbar eignet zum Innehalten und Reflektieren.

Schatzsuche im Wald: Ein tolles Abenteuer für Kinder

Am ersten Februarwochenende stand der Kindergeburtstag unsere älteren Tochter an, in diesem Jahr zum Glück nicht mit der Ein-Personen-Regel wie im letzten. Wir hatten uns schon früh entschieden, dass wir trotz Winter mit den Kindern raus wollten. Zum einen weil unsere Große so gerne draußen ist, zum anderen weil wir so doch bedenkenloser mehrere Kinder und teilweise Eltern einladen konnten. Zunächst dachten wir an Kinderpunsch und Spiele im Wald. Aber angeregt durch den Mama-macht-Abenteuer Blog meiner „Fast-Nachbarin“ Stefanie beschäftigte ich mich mit verschiedenen Ideen und Tipps für die Erstellung von Schatzsuchen mit Kindern. Ich entschied mich für eine käufliche Version von Ausgefuxt, bei der das Eichhörnchen Toni seine gesammelten Essensvorräte für den Winter nicht mehr findet und andere Waldtiere den Kindern Rätsel aufgeben, um dem Eichhörnchen bei der Suche zu helfen. Ich dachte eine „fertige“ Lösung ist für den Anfang vielleicht besser, da es weniger eigene Ideen und Vorbereitungen bedarf. Es stellte sich zwar heraus, dass die vorgegebenen Ideen schön waren, aber bei den Vorbereitungen steckte ich dann doch mehr Herzblut rein. Ich lief zwei Mal das Waldstück ab, besorgte Tierhandpuppen und schrieb noch am Abend zuvor die kompletten Texte der Briefe der Waldtiere um, um sie dem Alter der 4-Jährigen anzupassen und die Handpuppen direkter sprechen zu lassen.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Die 2-6 Jährigen waren voll bei der Sache und ich hatte eine Riesenfreude in der Rolle der jeweiligen Handpuppen in große, interessierte Kinderaugen zu blicken. Danach wurde noch im Tipi gespielt und auch die Eltern freuten sich über beschäftigte und entspannte Kinder.

Mein neues Mindset zu Erste-Hilfe dank Kursleiter Johannes

Die Woche darauf stand der Erste-Hilfe-Outdoor Kurs im Kloster Esthal statt. Lust hatte ich nicht so wirklich aufgrund der Erinnerungen an die letzten beiden Kurse, von denen nicht viel hängenblieb, außer meinem schlechten Gewissen, dass ich mir die Unterlagen im Nachgang nicht mehr angeschaut habe und den Inhalt meiner Erste-Hilfe-Tasche auch nur zu teilweise verstehe anzuwenden. Aber da ich auch mit Gruppen in den Wald möchte, dachte ich eine Auffrischung muss her und Besonderheiten für die Ausstattung im Outdoor-Bereich sind wichtig zu kennen.

Ein großes Lob an Johannes unseren Kursleiter. Er schaffte es die Inhalte nicht dogmatisch zu vermitteln. Für ihn war das Ergebnis entscheidend und nicht das Auswendiglernen der W-Fragen bei Notruf oder die Griffe zur stabilen Seitenlage nach Bilderbuch. Vor allem sprach er auch immer wieder unsere eigene Haltung an, die wir uns vorab zu bestimmten Themen überlegen sollten und die uns selbst helfen kann im Notfall in einer für uns stimmigen Weise zu handeln. Dazu gehört, dass man selbst die Dinge als Erste-Hilfe-Set mitnimmt, die man anzuwenden versteht und dass man auch das Wissen und die Fähigkeiten anderer Gruppenteilnehmer einbezieht. Ich hoffe natürlich weiterhin, dass ich nie in eine Notsituation komme, sei es im Wald, im Straßenverkehr oder sonst wo, aber ich fühle mich auf jeden Fall nun besser vorbereitet.

Mein Zertifikat des praxisnahen Erste-Hilfe-Outdoor Kurs
Mein Zertifikat des praxisnahen Erste-Hilfe Kurses

Die surreale letzte Februarwoche – wir erleben einen schönen Familienurlaub und zwei Staaten entfernt beginnt ein Krieg

Die letzte Februarwoche starten wir mit einem von letztem Jahr verschobenen Urlaub in den Schnee. Wir hatten traumhaftes Wetter, das Langlaufen klappte trotz längerer Pause gut und da auch Oma im Urlaub mit dabei war, konnten wir auch zwei Touren ohne den Thule-Kinderwagen mit Skiset genießen. Ansonsten standen Schneewanderungen mit Schlittenabfahrten, gehaltvolles österreichisches Essen und schöne Sonnenuntergänge mit Bergpanorama von unserem Balkon auf dem Programm. Ein weiteres Highlight war der Besuch von Verwandten aus Bayern, die mit nur 1,5-stündiger Fahrt einen Tagesausflug machten und beim Schlittenfahren ebenfalls einen Heidenspaß hatten.

Nachmittags bei Apfelstrudel und Kaffee begannen unsere bayerischen Verwandten auf einmal die Unterhaltung vom Morgens gestarteten Krieg in der Ukraine. Wir trauten unseren Ohren nicht. Drei Tage keine Nachrichten verfolgt und dann diese Meldung! Wir dachten sogleich an eine ukrainisch-stämmige Freundin meiner Mutter und ob sie ihren Sohn und dessen Familie nun zu sich holt.

Die Tage darauf dann nach und nach die Gewissheit, dass es der meiner Meinung nach völlig größenwahnsinnige russische Despot tatsächlich bitter Ernst meint. Der Einmarsch von mehreren Seiten, Raketen die auch Zivilisten treffen und Bilder von Vätern, die ihre Frauen und Kinder an der Grenze verabschieden, lassen mich nicht los. So auch übrigens der Sohn meiner Mutters Freundin.

Auf meiner Rückfahrt im Zug (zu fünft haben wir keinen Platz im Auto) schrieb ich dann zunächst an einem neuen Expertenartikel zum Thema Achtsamkeit in der Natur und (endlich) neuer Postings bei Instagram. Das fühlte sich aber irgendwie so unwichtig an und inspiriert durch den Blog-Artikel einer Kollegin der Content-Society (Kerstin Salvador) begann ich mit dem Artikel 100 Dinge, für die ich dankbar bin. Damit ändere ich zwar nicht die Welt, aber es tat gut, an meiner eigenen Perspektive zu arbeiten. Was ist wirklich, wirklich relevant in meinem Leben, wie gelange ich zu meinem eigenen inneren Frieden und wie kann ich diesen im Außen zumindest in meiner Umgebung teilen.

Aktuell beschäftigt mich das Spendenthema. Klar, Geld an große offizielle Spendenkonten ist eine gute Option. Aber ich folgte auch Sachspendenaufrufen in der Region und wurde zwei Mal abgewiesen, weil innerhalb kürzester Zeit schon sehr viel einging und die Verteilungsmöglichkeiten erst geprüft werden müssen. Am Wochenende steht ein neuer Transport an, ich werde mal wieder zu den Organisatoren hinfahren.

Was sonst noch so los war

  • Ich habe eine Naturcoaching Einheit mit dem sogenannten Elementekreis durchgeführt und es war sehr spannend zu sehen wie sich die Einheit dann in Richtung des Elements Wasser weiterentwickelte nachdem mein Coachee sich für dieses Element als den aktuell stärksten Unterstützer bei ihren Themen entschieden hatte. Wie dankbar war die Nähe zum Bachlauf im Wald, bei dem uns dann noch viele Reflexionsfragen in Bezug auf ihre aktuelle berufliche Situation einfielen, sowie die Abschlussrunde zur Aktivierung des Unterbewussten mit der Wasserfall-Symbolik.

Ausblick März

  • Vorstellungstermin bei fünf Arbeitsvermittlern einer nahegelegenen Arbeitsagentur als zertifizierter Karrierecoach
  • lange ersehnte Möbellieferungen für mein Büro
  • Brainstorming-Tag in Präsenz mit meiner zukünftigen Büro-Partnerin
  • Testkundentermine mit Naturcoaching-Interessenten
  • Workshop-Wochenende zum Thema Newsletter in der Content-Society

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner